Zecken können gefährliche und tödliche Krankheiten übertragen. Gab es früher noch so etwas wie die klassische Zecken-Saison, sind sie aufgrund des Klimawandels inzwischen ganzjährig aktiv und stellen zu jeder Jahreszeit ein gesundheitliches Risiko dar. Da ist es wichtig, sich gut zu schützen – durch angemessene Kleidung, helfende Sprays oder eine Impfung. Dennoch: Nicht alles, was über Zecken überliefert wird, stimmt auch.
„Bleibt der Kopf stecken, entzündet sich die Einstichstelle“ – so haben es Menschen viele von ihren Eltern oder Großeltern zu hören bekommen. Allerding: Die Angst, dass der Kopf der Zecke stecken bleibt und dadurch Erreger in die Wunde gelangen, ist unbegründet. Zecken haben keinen Kopf. Was gelegentlich stecken bleibt, sind die Mundwerkzeuge. Das ist aber in der Regel unproblematisch. Diese Fremdkörper stößt der Körper ähnlich wie einen Holzsplitter nach einer gewissen Zeit von selbst ab. Erst wenn sich die Stelle entzündet, sich ein roter Ring bildet oder grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen oder Gliederschmerzen auftreten, sollte man zum Arzt zu gehen.
Nein! Sie haben zwar Mundwerkzeuge. Damit ritzen sie die Haut ihrer Opfer – was einem Stich nahekommt – auf und saugen das Blut aus dem verletzten Gewebe. Besonders hinterhältig: Damit ihre Opfer den Stich nicht spüren, betäuben Zecken die Stelle mit ihrem Speichel. Dieser wirkt aufgrund seiner Inhaltsstoffe gerinnungshemmend und kann eine Entzündung unterdrückt. Weil der Speichel für Menschen gefährliche Viren und Bakterien übertragen kann, sollte man sie immer zeitnah entfernen. Es gilt: Je länger die Zecke saugt, umso höher ist die Gefahr, dass Krankheitserreger übertragen werden.
Öl, Nagellackentferner, Kleber: Damit hat man früher Zecken beträufelt, um sie zu töten, und leichter mit einer Drehbewegung zu entfernen. Tun Sie das nicht! Das Herausdrehen regt den Speichelfluss der Zecke an. Außerdem könnten sie sich in die Wunde übergeben und so erst recht Bakterien und Viren übertragen. Greifen Sie stattdessen zu einer Zeckenzange oder einer Zeckenkarte aus der Apotheke, und ziehen sie das Tier möglichst gerade und vollständig heraus. Hintergrund: Zecken haben kein Gewinde und schrauben sich nicht in eine Einstichstelle, sondern verankern sich mit ihren Mundwerkzeugen darin. Deshalb kann es helfen, die die Haut beim Herausziehen der Zecke mit den Fingern leicht anzuspannen. Anschließend sollte man die Stelle gut desinfizieren.
In vielen Fällen sind Zeckenstiche harmlos und heilen problemlos ab. Dennoch sind Zecken für gefährliche Krankheitsübertragungen verantwortlich, wie Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). FSME tritt zwar vor allem im Süden Deutschlands auf, kann aber auch in anderen Regionen und Gebieten vorkommen. Die Übertragung einer Borreliose ist überall möglich. Aufgrund des Klimawandels und der Einwanderung weiterer Zeckenarten werden inzwischen weitere Viren übertragen, die etwas das Mittelmeer-Fleckfieber oder das Krim-Kongo-Fieber auslösen.
Sollten Sie an ihrem Körper eine sogenannte Wanderröte, einen roten Fleck rund um die Einstichstelle, bemerken, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf. Dann hilft nur ein Antibiotikum.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten oder dort wohnen und von Zecken gestochen werden könnten, sowie Personen, die in der Forst- oder Landwirtschaft oder im Labor arbeiten und so durch FSME beruflich gefährdet sind, einen Impfschutz gegen FSME als sichersten Schutz vor der Krankheit. Ihre Krankenkasse hilft Ihnen bei Fragen zur Impfung gerne weiter.
Im Jahr 2023 sind in Deutschland 19 Menschen durch Zecken verursachte Infektionskrankheiten gestorben. Mehrere tausend Menschen müssen jährlich wegen eines Zeckenbisses ins Krankenhaus. Gut 600 Patient*innen wurden laut Statistik wegen FSME im Krankenhaus behandelt. Neun Menschen starben dadurch. Knapp 5.400 Patienten wurden der Statistik zufolge 2023 wegen Borreliose im Krankenhaus behandelt. Zehn Menschen starben aufgrund der Erkrankung.
Die Ständige Impfkommission empfiehlt die FSME-Impfung für Menschen, die in FSME-Risikogebieten leben und mit Zecken in Kontakt kommen können. Die umfassen vor allem Bayern, Baden-Württemberg sowie Teile von Hessen, Thüringen und Sachsen aber auch einzelne Landkreise anderer Bundesländer.
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