Mental Load – der unsichtbare Stress

Rund 70 Prozent der Frauen bis 64 Jahre sind erwerbstätig. Sie sind es aber auch, die neben Arbeit und Karriere meist alles andere stemmen: Familie, Einkäufe, Haushalt, die Alltagsorganisation. Vor allem junge oder alleinerziehende Mütter sowie Frauen, die Angehörige pflegen, sind besonders belastet. Obwohl sich heute viele Männer gleichberechtigt für die Familie engagieren, sind es die Frauen, die neben der Berufstätigkeit die überwiegende Care-Arbeit leisten, sogar dann, wenn beide Partner Vollzeit arbeiten.

Damit dieser Alltag funktioniert, braucht es eine immense unsichtbare Denkarbeit in den Köpfen der Frauen. Dieser ständige Mental Load kann zu Stress und Überlastung führen und sich auf das Berufsleben von Frauen auswirken. So werden Frauen häufiger aufgrund psychischer Belastungen arbeitsunfähig als Männer. Bei Frauen sind psychische Erkrankungen sogar die häufigste Ursache für Krankschreibungen.

Was bedeutet Mental Load?

Es sind vor allem die vielen Kleinigkeiten im Alltag, dieses „Immer-an-alles-Denken“, was den Mental Load ausmacht: Denn Frauen bringen täglich volle Leistung im Job – und kümmern sich anschließend um Familie, Arzttermine, Angehörige und Geburtstagsgeschenke. Trotz aller Gleichstellungsbemühungen tragen die Frauen die meiste Care-Arbeit. Auch am Arbeitsplatz sind es oft Frauen, die an die entscheidenden Kleinigkeiten denken, damit die Arbeit läuft und sich alle wohl fühlen. Die eigentliche Belastung ist unsichtbar: Die nie enden wollenden privaten und beruflichen To-do-Listen im Kopf. Die Folge: Man steht unter Dauerstrom, schläft schlechter, fühlt sich gestresst und überfordert – auf Dauer kann das zu gesundheitlichen Problemen wie Erschöpfung oder Burnout führen. Die gute Nachricht: Trotz allem Mental Load bewerten 68 Prozent der Frauen in Deutschland ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut. Einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit leistet auch ein erfülltes Berufsleben. Denn Studien zeigen, dass erwerbstätige Frauen ihren Gesundheitszustand häufig besser einschätzen als Frauen, die nicht arbeiten.

Was hilft dagegen?

Mental Load lässt sich nicht einfach abschalten, aber Sie können einiges dagegen tun: Sprechen Sie mit Ihrer Familie, mit Kolleginnen und Kollegen über die mentale Belastung. In welchen Situationen brauchen Sie Hilfe und Unterstützung, welche Aufgaben können Sie abgeben? Erstellen Sie regelmäßig gemeinsame To-do-Listen und notieren Sie, wer welche Aufgaben übernimmt. Dann ist es aus Ihrem Kopf und die Verantwortung ist gerechter verteilt. Ein spannendes Projekt steht an, aber es ist eigentlich zu viel? Trauen Sie sich, auch mal Nein zu sagen. Gönnen Sie sich regelmäßig Zeit für sich, eine Runde Yoga in der Mittagspause oder einen Spaziergang im Grünen.

Wohlbefinden am Arbeitsplatz senkt Stress

Auch eine Unternehmenskultur, in der sich Frauen wohl und willkommen fühlen, Wertschätzung für die geleistete Arbeit und Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung können den Mental Load am Arbeitsplatz senken: Besonders beliebt bei Frauen sind Themen wie Entspannung, Ernährung oder Yoga. Frauen nutzen auch häufiger Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung als Männer, beispielsweise zur Stressbewältigung. Ebenso flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten und eine Anpassung der Arbeitszeiten von Männern zugunsten der Familie ermöglichen die bessere Vereinbarkeit von Job und Privatleben. Das macht alle zufriedener, leistungsfähiger – und gesünder.

Autor: Miriam Ohrem

Beitrag teilen:

Könnte dich auch interessieren:

Länger Urlaub

Die Zeit vor unserem Urlaub ist meist besonders stressig und geht der Urlaub dann los, brauchen wir mitunter lange, um wirklich abzuschalten. Und zurück im Job? Verfliegt die Erholung viel zu schnell. Klar, wir können Ihren Urlaub nicht verlängern, aber wir haben hilfreiche Tipps für die Zeit vor, während und nach Ihrem Urlaub – damit die Urlaubsentspannung möglichst lange anhält.

Weiterlesen »

Job-portal

Das Job-Portal befreit dich von Verkehrschaos, Stress und einer unausgeglichenen Work-Life-Balance. Hier connecten regionale Arbeitnehmer mit Arbeitgebern. Der Arbeitsmarkt im Rheingau hat viel zu bieten – das Job-Portal macht dieses Potenzial sichtbar.

» Zum Portal

Service-portal

Wer Albträume vom Passierschein A38 hat, wird dieses Portal lieben: Hier erfährst du zentral, an wen du dich mit deinem Anliegen in deiner Kommune wenden musst.

» Zum Portal

Wissens-Portal

Hier bekommst du deinen Wissensdurst auf einen Blick gestillt: Die besten Fortbildungen, Kurse und Fachartikel von Experten aus der Region findest du in diesem Portal.

» Zu den Kursen
» Zum Wissens-Blog

Flächen-Portal

Starte deine Wohnsuche bei Rheingau Connect: Entdecke vom gemütlichen Nest bis zum Familiendomizil alle Wohnschätze nur einen Klick entfernt. Erkunde exklusive Immobilienangebote im Rheingau und finde heraus, wo dein Herz Zuhause ist.

» Zum Wohnflächen-Portal
» Zum Gewerbeflächen-Portal

Gesundheits-Portal

Jedes Unternehmen kann ein attraktives Betriebliches Gesundheitsmanagement anbieten – ganz egal, wie groß es ist! Im Gesundheits-Portal von Rheingau Connect werden Angebote gepoolt und sind somit für absolut jeden umsetzbar.

» Zu den Kursen
» Zum Gesundheits-Blog

Schaufenster

Bequem von der Couch aus den regionalen Handel supporten: Beim digitalen Schaufensterbummel präsentieren Unternehmen aus dem Rheingau Highlights ihres spannenden Portfolios, die du online bestellen und im stationären Geschäft abholen kannst.

» Zu den Produkten
» Zu den Unternehmen

Wie können wir dir weiterhelfen?​

Fülle einfach das untenstehende Formular aus und wir werden uns schnellstmöglich um dein Anliegen kümmern.

Wie können wir dir weiterhelfen?​

Fülle einfach das untenstehende Formular aus und wir werden uns schnellstmöglich um dein Anliegen kümmern.